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Wilde Samtpfoten zurück

Sie ist zurück: Eine Wildkatze durchstreift den Bayerischen Wald. Foto: NPV © NPV
Sie ist zurück: Eine Wildkatze durchstreift den Bayerischen Wald. Foto: NPV © NPV

Sie ist zurück: Eine Wildkatze durchstreift den Bayerischen Wald. Foto: NPV

Wie die Nationalparkverwaltung mitteilte, habe man in den vergangenen fünf Jahren immer wieder mit Fotofallen Bilder von wildfarbenen Katzen gemacht. Laut Experten seien auf den Aufnahmen die arttypischen Merkmale zu erkennen gewesen. Doch als zweifelsfreie Bestätigung zählt nur der genetische Fingerabdruck. Und den habe man nun durch den Einsatz von mit Baldrian beköderten Lockstöcken erhalten. Für Wildbiologen eine kleine Sensation. Denn eigentlich sei der schneereiche Bayerische Wald kein geeigneter Lebensraum. Zu wenige Mäuse könnten die Tiere im Winter erbeuten, so die Auffassung der Fachleute.
„Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir mit der Wildkatze nach dem Luchs einen weiteren ‚Rückkehrer‘ begrüßen können, der im Nationalpark den geeigneten Rückzugsraum gefunden hat“, verkündete Nationalparkleiter Franz Leibl. Um einen genaueren Überblick von der Bestandsgröße zu erhalten, soll das bisher begrenzte Beköderungsgebiet auf die gesamte Nationalparkfläche ausgeweitet werden. Die zuletzt gewonnenen DNS-Proben konnten drei unterschiedlichen Katzen zugeordnet werden, die wohl ihre Wurzeln in Ostdeutschland haben.
BS/PM