"Wilde 13" stürmt Gewerbegebiet - Polizeieinsatz

Da fühlt man sich an die Bande der "Wilden 13" erinnert: Nach einer Drückjagd im Reichenberger Wald in der Nähe von Würzburg haben sich am Sonntagnachmittag 13 Wildschweine ins Gewerbegebiet Höchberg verirrt. Dort mussten sie von der Polizei erlegt werden, wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt.
Der Hergang wird in der Pressemitteilung wiefolgt geschildert: 
Am Sonntag hatten einige Jäger im Staatswald bei Reichenberg eine sogenannte Drückjagd organisiert. Gegen 15 Uhr hatten sich 13 Wildschweine im Zuge dessen offenbar ins Gewerbegebiet Höchberg (Landkreis Würzburg) verirrt. Auf dem Gelände eines Steinmetzbetriebes arbeitete ein Mitarbeiter gerade in einer offenstehenden Garage, als die verwirrten Wildtiere dort hineinliefen. Um zu verhindern, dass Besucher eines angrenzenden Sonnenstudios (Bildmitte im Hintergrund, Foto: Polizei Würzburg Land) oder andere Anwohner gefährdet werden, schloss der Mann das Garagentor und verständigte die Polizei.
Mit mehreren Streifenfahrzeugen und einigen herbeigerufenen Jägern wurde zunächst versucht, den Wildschweinen einen Fluchtweg zu ermöglichen, der sie in Richtung Ortsrand leiten sollte. Dazu wurde auch kurzfristig die B27 gesperrt. Leider waren die Wildschweine nach dem Öffnen des Garagentores aber nicht dazu zu bewegen, das Gelände wieder zu verlassen. Nachdem alle Möglichkeiten ausgeschöpft waren, die verängstigten Tiere aus der Garage zu locken, mussten sie, um eine Gefährdung Unbeteiligter auszuschließen, in der Garage erschossen werden. 
Ein Polizeibeamter, der selbst Jäger ist, erlegte die Tiere waidgerecht.
Auf ihrem Weg ins Industriegebiet hatten die Wildtiere auf einem Firmengelände einen Maschendrahtzahn beschädigt. Bei der Flucht war ein Wildschwein eine etwa drei Meter hohe Mauer hinuntergestürzt und konnte nicht mehr weiterlaufen. Der Hausmeister des Geländes barg das verletzte Tier. Auch dieses musste durch einen Schuss aus der Polizeiwaffe von seinem Leiden erlöst werden. PM/RJE