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Wildarten erkennen: Naturbildung durch bekannte Videospiele?

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Kathrin Führes
am
Donnerstag, 15.07.2021 - 17:11
Playstation-Spiel © charnsitr - stock.adobe.com
Videospiele gelten für viele als sinnloser Zeitvertreib. Doch ist das tatsächlich so?

Computerspiele gelten für als sinnloser Zeitvertreib. Doch welchen Einfluss manche Spiele tatsächlich haben können, zeigt eine neue Studie der British Ecological Society. Die Forscher haben rausgefunden, dass Menschen, die regelmäßig das Videospiel „Red Dead Redemption 2“ spielen, 10 von 15 amerikanischen Wildarten erkennen konnten. Das seien drei Arten mehr als bei Menschen, die das Spiel noch nie gespielt haben.

Videospiele haben nicht nur Unterhaltungswert

Spiele, die explizit für Weiterbildungszwecke entwickelt wurden, seien oftmals zu sehr eingenischt und würden keine große Zielgruppe erreichen. Anders als „big budget“ Videospiele mit mehreren Millionen Spielern. Zwar seien diese Spiele in erster Linie zur Unterhaltung gedacht, doch es gebe Spiele, wie das Westernspiel „Read Dead Redemption 2“, die mit ihrer detailreichen Simulation des Ökosystems dem Nutzer spielerisch Wissen über die Natur vermitteln. Teilnehmer der Befragung gaben zudem an, dass sie nicht nur mehr Wildarten erkennen würden, sondern sich auch mehr Wissen über das Verhalten und die Interaktion der einzelnen Arten angeeignet hätten.

„Big budget“ Videospiele hätte also nicht nur einen Unterhaltungswert, sondern könnten auch zur Bildung beitragen und sollten daher von Pädagogen, Ökologen sowie Naturschützern als kommunikative Kraft ernst genommen werden, schlussfolgern die Wissenschaftler.


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