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Wild mit Pfeilen beschossen

Sichergestellt: Dieser Pfeil steckte dem Damhirsch im Hinterlauf. Foto: Polizei


Der erste Fall ereignete sich in der Waldgemarkung „Linnerberg“ bei Burgwald-Bottendorf im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen). Ein Jäger entdeckte ein schwer verletztes Stück Rehwild, das sich in einem Weidezaun verfangen hatte. Da das Reh auch einen gebrochenen Hinterlauf aufwies, erlöste der Grünrock das Stück. Beim Versorgen des Tieres, fand er einen etwa acht Zentimeter langen Holzpfeil mit Eisenspitze im seitlichen Bauchbereich. Der abgebrochene Pfeil war etwa vier Zentimeter tief eingedrungen. „Es ist davon auszugehen, dass das Reh lange gelitten hat“, berichtete ein Polizist gegenüber jagderleben. Die Polizei ist auf der Suche nach Zeugen und bittet unter der Telefonnummer 06451 72030 um sachdienliche Hinweise.
Der zweite Vorfall ereignete sich im Bereich Olpenitz bei Kappeln im Landkreis Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein). In einem Waldstück am „Wiesenredder Weg“ fand ein Jäger einen verendeten Damhirsch mit einem Carbonpfeil im Hinterlauf. Dieser 80 Zentimeter lange Pfeil des Typs „5.7 gpi“ mit einer speziellen Turnierspitze wird üblicherweise zum Präzisionsschießen eingesetzt und mit einem Compound-Bogen verschossen, heißt es in dem Polizeibericht. „Eine sachgerechte Tötung ist mit diesem Equipment kaum möglich.“ Die Ordnungshüter gehen davon aus, dass sich der Hirsch mit der Verletzung mehrere Wochen bewegt und gequält hat. Ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls der Jagdwilderei wurde eingeleitet. Zeugen und Hinweisgeber sollen sich, auch im Falle künftiger Beobachtungen, unter der Telefonnummer 04642 365 5901 melden.
BS