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WILD-Bericht: Schwarzwild fast flächendeckend präsent

Redaktion jagderleben
am
Sonntag, 11.04.2021 - 07:51
Schwarzwild-mit-Frischlingen © Animaflora PicsStock - stock.adobe.com
Fast alle Reviere meldeten ein Schwarzwild-Vorkommen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat mit dem WILD-Bericht die Monitoring-Daten zu 16 ausgewählten Tierarten für das Jahr 2019 veröffentlicht. Für den Bericht des Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) haben rund 30.000 Revierinhaber Daten geliefert und dafür gesorgt, dass WILD das bundesweit größte Monitoring-Programm für zahlreiche Arten ist.

Nur acht Prozent der Teilnehmer haben kein Schwarzwild-Vorkommen

Nur acht Prozent der Teilnehmer haben 2019 kein Vorkommen von Schwarzwild gemeldet. „Bei mehr als einem Drittel der Revierinhaberinnen und -inhabern kommt das Wildschwein ganzjährig vor, bei etwa der Hälfte nur sporadisch“, so der DJV. Lücken kamen hauptsächlich im Westen von Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen sowie im südlichen Bayern vor.

Von den geänderten Klimabedingen profitiert jedoch nicht nur das Schwarzwild. Auch der Silberreiher sei ein Gewinner des Klimawandels, erläutert der Jagdverband. Experten gehen davon aus, dass der Silberreiher vermutlich sein Beutespektrum angepasst hat und neben Fischen und Amphibien auch Mäuse und Wirbellose frisst.

Rückgang von Muffel kann nicht mehr ausgeglichen werden

Auch die Verbreitung des Mufflons wurde im Zuge des WILD-Berichts abgefragt. So gaben die Revierpächter an, dass in 10 % der Reviere mit gemeldeten Vorkommen der Muffelbestand als zunehmend, in 26 % als unverändert und in 51 % als abnehmend eingeschätzt werde. Der größte Anteil der abnehmenden Populationen sei in Brandenburg und Sachsen-Anhalt zu verzeichnen. Das genetisch reinste Vorkommen in der Göhrde war bereits im Jahr 2017 erloschen.

Der Rückgang wird immer wieder mit der Ausbreitung des Wolfes diskutiert. „Es wird ein weiterer Populationsrückgang des Mufflons mit der sich fortsetzenden Ausbreitung der großen Beutegreifer Wolf und auch Luchs befürchtet, der nicht mehr ausgeglichen werden kann“, so der Deutsche Jagdverband.


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