Home News Widersprüche im Gutachten

Widersprüche im Gutachten

am
Mittwoch, 10.09.2014 - 02:00
Heidefläche in der Senne. Foto: UP © UP
Heidefläche in der Senne. Foto: UP

Über 50 Seiten umfasst das Gutachten, das Remmel vor kurzem vorgestellt hat – im Gegensatz zu einem Gutachten von 2011 konzentriert sich dessen Inhalt allein auf 10.900 Hektar Flächen des Truppenübungsplatzes, die sich im Bundeseigentum befinden. Das vom Landesumweltamt erstellte Papier legt dar, dass die vom Bundesnaturschutzgesetz geforderten Kriterien zur Einrichtung des Nationalparks voll erfüllt würden. „Das Naturerbe in Ostwestfalen-Lippe ist ein Hotspot der biologischen Vielfalt von europäischer Bedeutung. Diesen Schatz vor unserer Haustür müssen wir für künftige Generationen bewahren und schützen“, sagte Remmel.
Dennoch begibt sich der Minister in Widersprüche: Er betont, der Erhalt der für die Senne typischen Heideflächen würde laut Gutachten einen in seiner Vielfalt einzigartigen Nationalpark schaffen. Das Gutachten weist auch auf die notwendige Pflege der Offenlandräume hin, die 43 Prozent des potenziellen Fläche ausmachen – allerdings erfordern die internationalen Bestimmungen für Nationalparke, dass mindestens 75 Prozent vom Menschen nicht mehr angerührt werden.
Hier setzen auch Kritiker an: Gerade die Offenlandflächen der Senne seien durch menschlichen Eingriff geprägt und würden ohne regelmäßige Pflege ihren Charakter völlig verändern.
Ulrich Pfaff