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Widder mit Äserschuss erlöst

Das ist der Widder, dem ein Unbekannter Unterkiefer und Lecker zerschossen hat. Foto: privat © Privat

Vom Auto aus hatte ein Jäger die Schnecken eines Widders gesehen. Als er sich näherte, sah er, dass das Tier schwer krank war. Es versuchte zu flüchten, brach aber kurz darauf wieder zusammen. Ein weiterer Jäger wurde hinzugerufen, der schließlich das Wildschaf von seinen Leiden erlöste. Zu diesem Zeitpunkt vermuteten die Grünröcke noch einen Wildunfall als Ursache der Verletzung. Bei näherer Betrachtung wurde jedoch deutlich, dass der Unterkiefer sowie der Lecker zerschossen waren.
Daraufhin wurde die Polizei verständigt. Diese vermutet, dass der Unbekannte Schütze ein größeres Kaliber verwendet haben muss. Mit Schweißhunden versuchten die Jäger den Anschuss zu finden, jedoch vergeblich. Wahrscheinlich wurde der Schuss in der Nacht zu Samstag (24. Oktober) abgegeben. Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Jagdwilderei sowie eines Verstoß’ gegen das Tierschutzgesetz.

Der Behörden-Wahnsinn

Seit einiger Zeit machen die Muffel aus dem Kreis Eichstätt von sich reden. Ende 2014 sollten sie per Totalabschuss ausgerottet werden. Dagegen wehrten sich örtliche Jäger sowie über 4.000 Unterzeichner einer Petition. Die Abschuss-Verfügung wurde daraufhin vorläufig ausgesetzt. Die Regierung von Oberbayern wollte von den Muffelschützern den Beweis, dass es die Herde bereits vor 1974 gegeben hatte und so gehegt werden darf (wir berichteten hier). Dieser wurde durch alte Abschusspläne und Zeitzeugen erbracht. Doch die Regierung weigerte sich plötzlich zu entscheiden und gab den Ball zurück an das Landratsamt Eichstätt. Letzteres will, dass sich alle Betroffenen jetzt auf einer privat-organisierten Vortragsveranstaltung am kommenden Freitag ein grundsätzliches Bild vom Muffelwild machen. Danach soll eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Köschinger Muffel getroffen werden.
BS