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West-Nil-Virus: Erster Mensch durch Mücken infiziert

Mücke-sticht-zu © nataba - stock.adobe.com
Das West-Nil-Virus wird durch Stechmücken übertragen.

Eine Person aus Sachsen hat sich, als erster Mensch in Deutschland, mit dem West-Nil-Virus durch Stechmücken-Übertragung infiziert, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in einer Pressemitteilung erklärt. Der Mann war an einer Gehirnentzündung erkrankt und wurde im Klinikum St. Georg in Leipzig behandelt.

Einen Impfstoff gibt es nicht

Die West-Nil-Viren stammen ursprünglich aus Afrika und werden von Stechmücken auf Vögel, Säugetiere (vor allem Pferde) aber auch Menschen übertragen. Circa 80% der Infektionen verlaufen beim Mensch jedoch ohne Symptome. Nur bei rund 1% kommt es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) oder seltener zur einer Entzündung des Gehirns (Enzephalitis), die tödlich enden kann, wie das RKI weiter mitteilt. Das Virus wurde durch Zugvögel in nördliche Regionen verbreitet.

In den Jahren 2018 und 2019 konnten Wissenschaftler mehr als 70 an West-Nil-Fieber-Infekionen verendete Wild- und Zoovögel in Deutschland feststellen. „Offenbar haben die durch den Klimawandel bedingten ungewöhnlich warmen Sommer der letzten beiden Jahre dazu beigetragen, dass sich das West-Nil-Virus nördlich der Alpen etabiliert hat“, so Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter der Virusdiagnostik am Bernhard-Nochte-Institut für Tropenmedizin. Das Robert-Koch-Institut rechnet im kommenden Sommer mit weiteren Infektionen. Einen Impfstoff oder eine spezifische Therapie für Menschen gebe es bisher nicht. PM/ KF


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