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Weniger Waffenrechtsdelikte

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Samstag, 28.05.2016 - 14:11
Laut Statistik werden bei Straftaten immer seltener Waffen benutzt. Foto: Ulrich Pfaff © Ulrich Pfaff

Die Ende Mai vorgestellte „Polizeiliche Kriminalstatistik 2015“ (PKS) listet dabei 30.004 Verstöße gegen das Waffengesetz auf, 781 (2,5 %) weniger als im Vorjahr. Die Aufklärungsquote beträgt immerhin 93 Prozent. Hinzu kommen noch 502 Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz (2014: 542). Insgesamt wurden von der PKS rund 6,3 Millionen Straftaten erfasst, ein Anstieg gegenüber 2014 von insgesamt 4,1 Prozent. Diese liegt im Wesentlichen an der deutlichen Zunahme von Straftaten gegen das Aufenthalts- und Asylgesetz.
Weiterhin rückläufig ist auch die Zahl der Straftaten, bei denen mit einer Schusswaffe gedroht bzw. geschossen wurde - von 9.585 auf exakt 9.000. Davon wurde in 4.289 Fällen (2014: 4567, -6,1 %) mit einer Schusswaffe gedroht und in 4.711 Fällen geschossen (2014: 5.018, -6 %). Allerdings wurde bei Raubdelikten häufiger der Abzug durchgedrückt: Hier stieg die Zahl der Fälle um 13,7 Prozent auf 133. Aus der PKS geht jedoch nicht hervor, ob scharfe oder Schreckschusswaffen eingesetzt wurden oder ob es sich um legale oder illegale Waffen gehandelt hat. Die PKS erfasst auch die Fälle von Jagdwilderei (§ 292 StGB): Hier stieg die Fallzahl von 911 (in 2014) auf 968 - bei einer Aufklärungsquote von nur knapp 33 Prozent. Weiterhin wurden 92 Straftaten (2014: 88) nach dem Bundesjagdgesetz registriert.
JD

Hier finden Sie die "Polizeiliche Kriminalstatistik 2015" im PDF-Format.