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Weniger Lebensraum für Meister Lampe

Das jagderleben.de-Team wünscht Ihnen frohe Ostern! Foto: Erich Marek © Erich Marek

Zwei Mal im Jahr werden deutschlandweit auf über 400 Referenzflächen die Mümmelmänner gezählt. Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) verkündet, dass nach Hochrechnungen der letzten „WILD-Inventur“ derzeit bundesweit mindestens vier Millionen Feldhasen leben, wobei die Schwankungen regional sehr unterschiedlich sind. Im Schnitt macht das rein rechnerisch zwölf je Quadratkilometer, das ist einer weniger als im Vorjahr. Zurückzuführen ist dies laut DJV auf den strengen Winter und auf die sogenannte "Vermaisung".
Während im Osten nur rund 5 Hasen pro Quadratkilometer gezählt werden konnten, sind es in der nordwestdeutschen Tiefebene 26. Als deutschlandweites Hasenparadies mit teilweise bis zu 242 Hasen pro Quadratkilometer gilt Nordrhein-Westfalen.
Grundsätzlich lässt sich sagen: Je abwechslungsreicher die Kulturlandschaft ist, umso mehr Hasen gibt es. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Rückgang an Brachflächen von 8.200 Quadratkilometern auf nur noch 2.300 Quadratkilometern innerhalb des vergangenen Jahrzehnts, sowie der steigende Anteil von Maisanbauflächen von 15.000 Quadratkilometern (2000) auf 25.000 Quadratkilometern (2011), sich negativ auf die Überlebenschancen der Mümmelmänner auswirken. Lässt sich nur hoffen, dass die kommenden Monate trockenes Wetter mit sich bringen, damit der nächsten Generation der „Jung-Osterhasen“ nicht auch noch von Wetterkapriolen Gefahr droht. Frohe Ostern!
BS