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Weniger Elche, mehr Karibus

Die Elchpopulation in Kanada soll reduziert werden (Symbolbild).


In Folge von Klimawandel und Baumfällarbeiten werden die Wälder im nördlichen Teil Kanadas immer mehr ausgedünnt, wodurch geeignete Habitate für Elche, Weißwedelhirsche und Wolfrudel entstehen. Seit Jahrzehnten beobachten Forscher, wie sich die Anzahl der Karibus bzw. Elche dabei stetig weiter verschiebt. Grund dafür ist jedoch nicht, dass die Elche besser die vorhandenenen Ressourcen nutzen und die Karibus dadurch verdrängen. Vielmehr kommen die Elche, so berichtet „spektrum.de“, besser mit den Wolfsrudeln zurecht und die Karibus fallen Isegrim öfters zum Opfer.

Elchabschuss als Karibuschutz

Um das Problem in den Griff zu bekommen, sehen Forscher der University of Alberta jedoch keine Veranlassung aktiv in den Wolfbestand einzugreifen. Vielmehr plädieren sie dafür auf ein, ursprünglich als Experiment angelegtes und mittlerweile über Jahrzehnt laufendes Programm der kanadischen Naturschutzbehörde zu setzen. In dem Versuch setzte man die lokalen Abschussquoten für Elche so hoch, dass die Elchzahl auf das Niveau wie vor den Ökosystemveränderungen gebracht wurde. Wie die Forscher beobachten konnten, sank dadurch auch die Zahl der der Wölfe, während die Anzahl der Karibus wieder anstieg. Im Vergleich zu unberührt gelassenen Referenzgebieten, wanderten aus dem Testareal 2,5-mal mehr Wölfe ab und bei den Karibus überlebten 10% mehr Tiere ein Jahr. KF


Kathrin Führes geboren in Lingen, Jagdschein seit 2014, hat nach dem Abitur Forstwissenschaft an der TU München studiert und ist nun seit 2015 bei der PIRSCH.
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