Home News Weniger Bürokratie – mehr Jagd gefordert

Weniger Bürokratie – mehr Jagd gefordert

Vertreter von DBV und BAGJE © DBV

DBV-Präsident Joachim Rukwied (M). mit den BAGJE-Vertretern Clemens Freiherr von Oer (l.) und Hans-Heinrich Ehlen.


Spitzenvertreter des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer (BAGJE) waren sich einig, dass produktionsintegrierte Schneisen und Schonstreifen zur Verbesserung der Biodiversität sowie zur notwendigen Bejagung von Schwarzwild beitragen. Die Erfahrungen mit in vielen Bundesländern eingeführten Nutzungscodes für Flächen mit Schneisen, die einen untergeordneten Teil der Gesamtfläche einnehmen, seien im Rahmen der EU-Agrarpolitik bis 2013 durchweg positiv gewesen. Infolge dises "Mischcodes" entfalle die Notwendigkeit des Herausrechnens dieser Flächen, wodurch sich bürokratischer Aufwand und Rechtsunsicherheit reduzierten. Jetzt müsste diese Möglichkeit in allen Bundesländern zum nächstmöglichen Zeitpunkt geschaffen werden, forderten die beiden Verbände.

Bauernpräsident Joachim Rukwied und die Vorstandsmitglieder der BAGJE, Clemens Freiherr von Oer und Hans-Heinrich Ehlen, diskutierten bei ihrem Treffen zudem die Folgen der stark ansteigenden Wolfs- und Biberbestände für die Kulturlandschaft, die Weidetierhaltung und andere Wildtierarten. Übereinstimmend betonten sie, dass eine Diskussion über das Erreichen des günstigen Erhaltungszustandes, ein Management und wolfs- und biberfreie Gebiete kein Tabu mehr sein dürften. Die Akzeptanz durch die Bewohner des ländlichen Raums sei ansonsten nicht mehr zu gewährleisten. PM/JMB


Josef-M. Bloch JAGDERLEBEN.DE-Redaktionsleiter. Jagdscheininhaber seit 1987, ab 1997 in verschiedenen Funktionen für die dlv-Jagdmedien tätig.
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