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Weimar beruft Stadtjäger

Die Heerstraße ist eine der wichtigsten Ein- und Ausfallstraßen Berlins. Dennoch lohnt sich eine Sau-Pirsch hier immer.


Es gibt immer wieder Meldungen über kranke oder verletzte Wildtiere in Weimar (Thüringen). Oft vergehen Stunden bis sie erlöst oder befreit werden können. Nun hat sich die Stadt gemeinsam mit der unteren Jagdbehörde dazu entschlossen, einen Stadtjäger einzustellen. „Das Ziel ist eine optimale tierschutzgerechte Tötung von Wild, welches zum Beispiel durch Unfälle verletzt wurde, an irreparablen Erkrankungen leidet oder einen anderen gefährlichen Eingriff in die öffentliche Sicherheit und Ordnung darstellt“, erklärt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung. Dabei solle der Jäger nicht für die Bestandesreduzierung von Wildtieren zuständig sein, sondern ausschließlich für den Ausnahmefall. Die Bürokratie des Vorgangs solle vereinfacht werden, so Pressesprecher Andy Faupel gegenüber der Redaktion.

Handeln erst nach Freigabe

Für dieses Ehrenamt beruft die Stadt Tischlermeister Ralf Mende. Im Normalfall soll ein Einsatz folgendermaßen ablaufen: Zunächst wird der Waidmann von einer Behörde zu einem gemeldeten Wildtier gerufen. Dort verschafft er sich einen Eindruck von der Situation. Anschließend muss er zunächst einen Ansprechpartner (Amtstierarzt) anrufen, diesem die Situation schildern und die Freigabe zur Tötung einholen. Im Notfall könne Mende laut Faupel aber auch selbst eine Entscheidung treffen. PM/SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien als Volontär tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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