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Weg frei für Flüstertüten

admin
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Freitag, 03.06.2016 - 13:10
Jäger mit Flüstertüte: Immer mehr Länder geben sie frei. Foto: DJV © DJV
Jäger mit Flüstertüte: Immer mehr Länder geben sie frei. Foto: DJV

Bereits Mitte Mai hatte die Oberste Waffenbehörde den Unteren Behörden in einem Schreiben darüber unterrichtet. Innenminister Klaus Bouillon und der Umweltminister Reinhold Jost sprachen sich nach eingehender Abwägung des persönlichen Gesundheitsschutzes einerseits, wie auch der öffentlichen Sicherheit andererseits dafür aus, ein Bedürfnis für Schalldämpfer für Jagdlangwaffen anzuerkennen.
Das heißt, dass jetzt auch im Saarland nach Einzelfallprüfung die Erlaubnis zum Erwerb eines Schalldämpfers durch die Untere Waffenbehörde erteilt werden kann.
Schalldämpfer stehen (wie wesentliche Teile) den Schusswaffen gleich. Es ist ein WBK-Voreintrag erforderlich. Mit dem Erwerbs-Antrag müsse ein Bedürfnis nachgewiesen werden, welches gegeben ist, wenn der Schalldämpfer auf einer Jagdlangwaffe im schalenwildtauglichen Kaliber verwendet werden soll. Er darf nach dem Erwerb auch nur mit einer entsprechenden Jagdlangwaffe verwendet werden. Der Deutsche Jagdverband macht in einer Pressemitteilung darauf aufmerksam, dass Schalldämpfer im Waffenschrank auch analog z der Langwaffe aufzubewahren sind, wobei sie auf die Waffenkontingente der jeweiligen Aufbewahrungsbehältnisse zahlenmäßig nicht angerechnet werden. Da weiter die Kennzeichnungsbestimmungen wie bei einer Waffe gelten, ist darauf zu achten, dass der zu erwerbende Schalldämpfer auch die notwendigen Kennzeichen, z.B. auch eine Seriennummer besitzt, sonst wird ggf. eine nachträgliche Anbringung solcher Kennzeichen notwendig (was mit Ärger, aber auch mit Kosten verbunden sein kann bzw. wird). Vor Verwendung in einem anderen Bundesland ist die dortige Rechtslage eigenverantwortlich zu prüfen. Gleiches gilt auch für die Mitnahme oder das Verbringen in andere EU-Länder.
PM DJV

Hier ein Film zum Thema: