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Waschbären breiten sich in Deutschland aus

Waschbären breiten sich in Deutschland immer weiter aus (Symbolbild). © Pixabay.com/ Hans Braxmeier

Die Verbreitung des Waschbären in Deutschland hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Deutschen Jagdverbands (DJV) hervor. Demnach ist der Waschbär in Sachsen-Anhalt in 94% der Jagdreviere bereits gesichtet worden. Das entspricht einer Ausbreitung um mehr als das Vierfache in nur 11 Jahren. Nur knapp weniger Verbreitung haben Brandenburg (89%) und Hessen (86%). In ganz Deutschland meldeten insgesamt mehr als 56% der Jagdreviere 2017 Waschbären. An dem Monitoring-Projekt haben sich Reviere mit einer Gesamtfläche von knapp 13 Millionen Hektar beteiligt. Das entspricht 40 Prozent der gesamten Jagdfläche Deutschlands. 

Auch Marderhund verbreitet sich

Auch der Marderhund verbreitet sich rasant. Ähnlich wie beim Waschbären liegt sein Verbreitungsgebiet ebenfalls hauptsächlich im Osten Deuschlands. Er wurde deutschlandweit 2017 in etwa 36% der Jagdreviere bestätigt, so der DJV.

Der Jagdverband fordert ein klares Bekenntnis der Politik und Naturschutzlobby zur Fallenjagd. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die EU für invasive Arten ein gezieltes Management fordert. Waschbären würden keine Ländergrenzen kennen, daher sei ein Komplettverbot der Fallenjagd, wie etwa in Berlin, abzuschaffen. Gleiches würde auch für Schonzeiten, wie in Hessen, gelten. PM/ SBA


Sascha Bahlinger ist seit 2017 bei den dlv- Jagdmedien tätig. Den Jagdschein hat er während des Studiums der Forstwissenschaft 2014 erworben.
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