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Waschbär vereint NABU und Jäger

In diesem Heizkraftwerk sorgte der Waschbär für Unruhe.


Die Bewohner von Spandau und Charlottenburg (Berlin) wurden in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli unsanft aus dem Schlaf gerissen. Zunächst waren sie von einem lauten Krachen gegen 2.10 Uhr geweckt worden. Anschließend ließ ein ohrenbetäubendes Dröhnen bis etwa 2.45 Uhr nicht an Nachtruhe denken. Es gab viele Spekulationen über die Ursache des Lärms. Nun steht der Übeltäter fest. Ein Waschbär war durch den – eigentlich tiersicheren – Zaun in ein Heizkraftwerk der Firma Vattenfall eingedrungen und hatte einen Kurzschluss an einem Trafo ausgelöst.

Der Lärm stammte von einer Turbine, die kontrolliert Druck abließ. Nach etwa 35 Minuten gelang es den Technikern der Firma der Ruhestörung ein Ende zu setzen. Wie Pressesprecher Olaf Weidner gegenüber der Redaktion erklärte, hält sich der entstandene Sachschaden am Trafo in Grenzen.

Wie der Waschbär hinein kam ist unklar

Indes ist bisher ungeklärt, wie der Kleinbär in die Anlage eindringen konnte. Ein herbeigerufener Jäger und Mitglieder des NABU versuchten vergeblich den Störenfried einzufangen. Mitarbeiter von Vattenfall prüfen nun die Zaunanlage, um die undichte Stelle ausfindig zu machen.

Laut Weidner versucht die Firma mit einem Monitoring einen Überblick zu bekommen, welche Tierarten sich auf ihren Grundstücken aufhalten. Deshalb kann fast ausgeschlossen werden, dass der Waschbär in dem Kraftwerk lebt. Das Tier hatte großes Glück, den Vorfall zu überleben. PM/SBA

Über 30 Minuten war der Lärm zu hören:


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