+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 2.397 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 16.10.2021) +++
Home News Waschbär & Nutria: Jäger melden Rekordstrecken

Waschbär & Nutria: Jäger melden Rekordstrecken

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Montag, 28.12.2020 - 15:14
Waschbaer-Ei © EBFoto - stock.adobe.com
Leckerbissen Ei: Als invasive Art gilt der Waschbär als Bedrohung für die einheimischen (Niederwild-)Arten.

Im Jagdjahr 2019/ 2020 sorgten die Abschusszahlen des Schwarzwildes für Aufsehen. In allen Bundesländern – mit Ausnahme von Bremen – konnte eine Steigerung der Streckenzahlen verzeichnet werden. Insgesamt ergab dies eine neue Rekordstrecke von 836.658 erlegten Stück Schwarzwild in Deutschland.

Aber auch bei den Waschbären wurde eine deutliche Zunahme festgestellt. Betrug die Gesamtstrecke in der Bundesrepublik vor zehn Jahren (Jagdsaison 2009/ 2010) noch 49.785 Waschbären, stieg sie im vergangenem Jagdjahr auf 172.549 Exemplare an. Dies entspricht mehr als einer Verdreifachung. Vor allem die Bundesländern Brandenburg (35.785), Sachsen-Anhalt (29.616 ) und Hessen (28.089) bilden regionale Schwerpunkte.

Die maskierten Räuber stammen ursprünglich aus Nordamerika. In Deutschland wurden sie um 1934 zu jagdlichen Zwecken in Hessen angesiedelt. Daneben wurden sie vor allem in Pelzfarmen gehalten. 1945 konnten nördlich von Berlin einige Tiere flüchten. Seitdem breitet sich die invasive Art in allen Bundesländern stark aus.

Anzahl der Nutrias ebenfalls stark gestiegen

Auch die Streckenzahl der Sumpfbiber ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Jagdjahr 2019/ 2020 wurden in Deutschland 70.722 Nutrias erlegt. Das entspricht dem 4,5-fachen der Jagdstrecke vor zehn Jahren. Damals wurden aus den Bundesländern 15.337 Abschüsse gemeldet. Besonders Niedersachsen hebt sich von den anderen Ländern ab. Allein dort wurden vergangenes Jagdjahr 41.369 der Nagetiere erlegt.


Kommentieren Sie