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Waschbär ertränkt Laika

2 Im Wasser sind die Kleinbären für den Jagdhund gefährliche Gegner.


Ein Westsibirischer Laika wurde in einem See in Mecklenburg-Vorpommern von einem Waschbär qualvoll ertränkt. Der Hundeführer Mirko Bogumil berichtete unserer Redaktion über die Geschehnisse: Der Jäger war mit seinem jungen Hund im Revier beim Üben einer Hasenspur für eine anstehende Prüfung, als er plötzlich seinen Rüden Standlaut im Schilf vernahm. Als er in die Richtung eilte, hörte Bogumil etwas ins Wasser platschen.

Ein adulter Waschbär schwamm in den See voraus und sein Laika folgte gut 30 Meter dahinter. Als eine Distanz von über 70 Metern zum Ufer erreicht war, drehte sich der Waschbär um. Er schwamm zum Hund zurück, sprang auf dessen Kopf, verbiss sich dort und drückte den jungen Rüden unter Wasser. Der Hundeführer musste dies vom Ufer mit ansehen, da er durch den tiefen Schlick dem Hund nicht rechtzeitig zur Hilfe eilen konnte.

Nicht der erste Fall in der Gegend

„Man hörte ihn noch kurz japsen und dann war Ruhe“, berichtet Bogumil über die tragischen Minuten am See. Der Laika ertrank qualvoll. „Der Waschbär saß noch eine ganze Weile auf den Seerosen an der Stelle, wo er den Hund unter Wasser drückte“, erzählt Bogumil nachdenklich. Gemeinsam mit seiner Frau konnte er später nur noch seinen toten Vierläufer aus dem See bergen.

Immer wieder kommt es zu tragischen Zwischenfällen, bei denen Waschbären auf diese Weise alleine einen Hund ertränken und Jagdhunde so ums Leben kommen. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
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