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Warnung vor Hunde-Mafia

Der Wunsch nach einem Jagdbegleiter sollte nicht illegalen Praktiken Vorschub leisten. Foto: AGWH/ G. Metz © AGWH/ G. Metz

In einer Presseerklärung dazu prangert die Organisation tierschutzwidrige Praktiken ausländischer Züchter an: "Hundemütter werden in Osteuropa unter schlimmsten Bedingungen gehalten. Durch ständige Geburten, schlechte Ernährung und fehlende medizinische Versorgung sind sie frühzeitig ausgelaugt und traumatisiert. Ihre Welpen werden ihnen viel zu früh entrissen. Oft sind sie krank, meistens ungeimpft. Mit gefälschten Papieren werden sie tagelang quer durch Europa transportiert."
Dies bleibt nicht ohne Folgen für die Käufer, ist sich die Arbeitsgemeinschaft sicher: "Die neuen Besitzer, die nicht ahnen, welche Qualen die Tiere erleiden mussten, sehen sich nicht selten mit hohen Tierarztkosten und oft sogar schmerzlich mit dem frühen Tod der Welpen konfrontiert", heißt es in der Mitteilung und einem dazugehörigen Aufklärungsfilm (siehe Link).
Die Arbeitsgemeinschaft "Welpenhandel" wurde bereits 2011 mit dem Ziel gegründet, in der breiten Öffentlichkeit und in der Politik auf das Problem des zunehmenden Welpenhandels und die drohenden Folgen aufmerksam zu machen. Der AG gehören nach eigenen Angaben führende Verbände und Experten aus dem Bereich Tierschutz, Zucht, Verhaltenskunde sowie Seuchenbekämpfung an.
Mit dabei ist auch der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in dem der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) als außerordentliches Mitglied und die meisten Zuchtverbände der Jagdgebrauchshundrassen als ordentliche Mitglieder organisiert sind.
Um das illegale Geschäft mit den "Wühltischwelpen" zu unterbinden fordert die Arbeitsgemeinschaft eine EU-weite Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde, rechtsverbindliche Mindeststandards für die Zucht und Haltung von Hunden sowie verstärkte und konsequente Verkehrskontrollen.
JMB
Link: Aufklärungsfilm gegen illegalen Hundehandel