Home News Warnschuss und Handgreiflichkeiten: Jagdgegner greift Jäger an

Warnschuss und Handgreiflichkeiten: Jagdgegner greift Jäger an

Erst fuhr ein Auto über einen Fußballplatz, dann griff der Beifahrer einen Jäger an (Symbolbild).


In Celle (Niedersachsen) kam es am Sonntag Abend (30. März) gegen 21:45 Uhr zu einem gewaltsamen Zusammenstoß zwischen einem Jäger und einem Jagdgegner. Der 54-jährige Jäger war auf der Jagd, als er in dem abgelegenen Gebiet heulende Motorengeräusche hörte und nachsehen wollte. Über einen Rasen-Fußballplatz fuhr ihm ein Audi 80 PKW entgegen und stoppte.

Der offensichtlich alkoholisierte Beifahrer stieg aus und begann den Jäger zu beschimpfen. Laut einer Sprecherin der Polizei warf der Pöbler dem Jäger vor, die „armen Nutrias“ erschossen zu haben. Im Zuge der Auseinandersetzung schlug der 34-jährige Angreifer dem Jäger eine Wärmebildkamera aus der Hand und wurde weiter handgreiflich. Auch die Fahrerin des Audis konnte ihn nicht zurückhalten.

Angreifer greift mehrfach nach der Jagdwaffe

Als der Mann mehrfach versuchte nach der Waffe zu greifen, gab der Jäger einen Warnschuss in die Luft ab, wovon sich der Angreifer jedoch nicht beeindrucken ließ. Erst nachdem der Jäger den Mann heftig mit der Waffe stieß, konnte er sich von ihm lösen und in der Dunkelheit zurückziehen. Der Angreifer habe weiterhin laut nach ihm gerufen.

Die eintreffende Polizeistreife stellte das beschriebene Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt am Seitenstreifen in der Nähe des Sportplatzes fest, der Täter und die Fahrerin waren nicht anzutreffen.

Täter ist identifiziert

Der Jäger konnte den Angreifer aufgrund einer gemeinsamen Vereinsmitgliedschaft identifizieren, der vorgefundene PKW war in der Vergangenheit auf die Person zugelassen gewesen. Die Polizei ermittelt wegen wechselseitiger Körperverletzung. Den Angreifer erwartet eine Anzeige wegen vorsätzlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung der Wärmebildkamera.

Die Polizei bestätigte gegenüber der Redaktion, keine Maßnahmen wegen des Warnschusses zu unternehmen, weiterführende Entscheidungen liegen bei der Staatsanwaltschaft. CL


Christian Liehner Redaktionsvolontär bei den dlv-Jagdmedien. Aufgewachsen am Bodensee. Jagdschein während des Studiums der Politikwissenschaft und Geschichte in Freiburg.
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