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"Waldsterben von unten" oder Erfolgsgeschichte?

Das umstrittene Gutachten zum "Wald-Wild-Konflikt", das durch den Deutschen Forstwirtschaftsrat (DFWR), durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und durch die Arbeitsgemeinschaft naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) in Auftrag gegeben worden war (jagderleben.de berichtete hier) kommentierte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller in einer Pressemitteilung wiefolgt: "Wir freuen uns darüber, dass die Forstwirtschaft gemeinsam mit dem amtlichen Naturschutz so klare Worte findet und bei der Schalenwildproblematik in Deutschlands Wäldern endlich Ross und Reiter benennt". Es könne nicht sein, dass ein großer Teil der Jägerschaft die Wildbestände künstlich nach oben treibe, und damit dem Wald letztendlich schade, so Leif Miller. Und weiter:"Jetzt geht es darum, die Erkenntnisse aus dem Gutachten in die Tat umzusetzen und dem "Waldsterben von unten" endlich eine Ende zu bereiten.
Der Deutsche Forstwirtschaftsrat ließ hingegen in einer seiner jüngsten Pressemitteilungen verkünden: "Seit Jahrzehnten schreibt die deutsche Forstwirtschaft eine Erfolgsgeschichte. Sowohl die Waldfläche als auch der Holzvorrat nehmen stetig zu. Die Wälder werden älter, die Totholzanteile steigen und Laubbäume gewinnen deutlich an Gewicht, während naturferne Nadelholzreinbestände abnehmen und von naturnahen Mischbeständen abgelöst werden".
Ja, was denn nun? DIT