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Waldbrand: Gefahr für Brände derzeit hoch

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Donnerstag, 09.04.2020 - 07:42
Waldbrand-Schild © Kathrin Führes
Derzeit ist in vielen Teilen Deutschlands die Waldbrandgefahr hoch.

Durch den Klimawandel steigt in Deutschland die Waldbrandgefahr. Im Jahr 2019 wurden, bedingt durch Hitze und Dürreperioden, beispielsweise in Niedersachsen rund 280 Waldbrände gemeldet. Im Vergleich: 2017 waren es nur 12 Brände. In Mecklenburg-Vorpommern rief man im vergangenen Jahr sogar im Landkreis Ludwigslust-Parchim den Katastrophenfall aus, als dort ein ehemaliger Truppenübungsplatz auf rund 1000 Hektar in Brand geriet. 3000 Einsatzkräfte waren zeitweise im Einsatz und auch mehrere Dörfer mussten evakuiert werden.

Derzeit zweithöchste Warnstufe in Brandenburg

Auch derzeit steigt das Waldbrand-Riksiko durch das trockene Wetter an. Wie die Niedersächsischen Landesforsten berichten, hätte die sehr niedrige Luftfeuchtigkeit dafür gesorgt, dass die Bodenvegetation und der Oberboden im Landeswald stark austrocknen. Daher sei die Waldbrandzentrale in Lüneburg seit Mitte März bereits wieder besetzt. Auch das Umweltministerium in Brandenburg habe für alle Landkreise die zweithöchste Warnstufe ausgerufen.

Gleiches gilt für Sachsen. Dort wurde für den nördlichen Teil des Landkreises Bautzen sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen. Laut Sachsenforst sei auch für das Osterwochenende keine Entspannung erkennbar.

Aus Mecklenburg-Vorpommern wurde bereits ein Waldbrand gemeldet: Der Brand des Moorerlebnispfades im Biospährenreservat Schaalsee bei Zarrentin wurde nach Aussage von Umweltminister Till Backhaus von unbekannten Tätern gelegt. "Es ist mir völlig unverständlich, wie jemand auf die Idee kommt, mitten im Naturschutzgebiet eine Anlage anzuzünden, die ja dazu gedacht ist, die Menschen nah an die Schönheit unserer Natur heranzuführen", so Backhaus.


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