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Waldbesitzer will raus

Die Richter des EGMR kritisierten Ende Juni das Bundesjagdgesetz. Foto: ECHR © ECHR

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR), das der Klage eines Grundstückseigentümers gegen die Pflichtmitgliedschaft in einer Jagdgenossenschaft recht gab, will jetzt auch ein Bielefelder Waldbesitzer aus der Mitlgiedschaft entlassen werden. Er wolle weder Jagd noch Jäger auf seinen Flächen von etwa 25 Hektar zu dulden. Der Waldbesitzer Alexander von Spiegel hat bereits bei der Unteren Jagdbehörde einen Antrag gestellt, dass auf seinen Flächen nicht mehr gejagt werden darf, wie ein Pressesprecher jetzt bestätigte.
Die Jagd beeinträchtige sein ethisches Empfinden inzwischen erheblich, gab von Spiegel, der selbst einen Jagdschein besitzt, als Erklärung gegenüber der Redaktion an. "In einem jagdfreien vernetzten Biotopgebiet reguliert sich die Natur am besten selbst, da brauchen wir keine blutrünstigen Jäger", publiziert von Spiegel auf seinem Facebook-Profil. Weit kommen wird er vorerst mit seinem Antrag allerdings nicht, da sich die Rechtslage nicht geändert hat. Bei dem Urteil des EGMR handelt es sich lediglich um eine Einzelfallentscheidung, betonen Juristen. Deshalb habe man den Antrag zurückgestellt, teilte die Untere Jagdbehörde mit.
PB/BS