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Waldbauern helfen!

Links abgestorbene Fichte nach Käferbefall, rechts Fraßbild des Buchdruckers samt Larven. Foto: RvN


Die Regierungen der beiden Bezirke haben eine Anordnung zur Überwachung und Bekämpfung der Nadelholzborkenkäfer erlassen. „Nadelwälder (Rein- und Mischbestände) sowie Holzlagerplätze, die weniger als 500 Meter von Nadelwäldern entfernt liegen und auf denen unentrindetes Nadelholz lagern werden zu Gefährdungs- und Befallsgebieten erklärt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Da der Winter zu mild war, könne der Borkenkäfer seine Brutentwicklung fortsetzen. Weiter seien noch nicht alle Käferbäume aufgearbeitet und es lägen noch zahlreiche Baumstämme und brutfähiges Material in den Wäldern. Sobald es wärmer wird, fliegen die Käfer aus und befallen neue Bäume.
Deshalb müssen jetzt die Waldbesitzer in der Zeit vom ersten Oktober bis zum 31. März ihre Bestände und Lagerplätze mindestens einmal kontrollieren. Zwischen dem ersten April und dem 30. September sogar alle vier Wochen. Findet er dabei einen Käferbefall, muss er ihn unverzüglich wirksam bekämpfen und an das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) informieren. Wer dieser Anordnung nicht nachkommt, kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro bestraft werden.
Diese Pflicht für Jagdgenossen könnten pachtende Jägerinnen und Jäger für sich nutzen, indem sie aufgetretene Schäden „ihrem“ Waldbesitzer berichten und so vor Strafen schützen – für ein besseres Miteinander. Der Weitsichtige wäre sicher dankbar...
BS