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Wald vor Wild: Einführung von staatlichen Wildhütern

Hochsitz-Liechtenstein © Mario - stock.adobe.com
Jagd mit gewaltiger Aussicht: Das Jagdsystem in Liechtenstein soll nun geändert werden.

Das Fürstentum Liechtenstein hat mit den gleichen jagdpolitischen Strömungen zu kämpfen, wie sie auch in anderen zentraleuropäischen Ländern zunehmend aufgehen. Um den Schutzwald zu sichern, soll künftig mehr gemäß dem Grundsatz „Wald vor Wild“ gehandelt werden. Die Regierung hat ein „Maßnahmenpaket zur Verbesserung der natürlichen Waldverjüngung“ verabschiedet. Dieses Paket enthält nicht nur forstliche, sondern auch jagdliche Maßnahmen. Kernpunkt ist dabei die Reduktion des Schalenwildes.

Ebenfalls vorgesehen sind grenzübergreifende Absprachen mit den Nachbarn, die Optimierung der naturnahen Waldbewirtschaftung, eine Verbesserung der Zusammenarbeit von Forst und Jagd sowie die Vergabe von Forschungsaufträgen zu Wildvergrämungsmaßnahmen. Inhalt des Maßnahmenpakets ist beispielsweise auch die Einführung von staatlichen Wildhütern, wie man das beispielsweise aus der Schweiz kennt. Eigentlich ist das Jagdsystem im Fürstentum ein Reviersystem.

Jagd in Schonzeiten

Das Land ist in 18 Jagdreviere eingeteilt, welche von etwa 100 Jagdpächtern bejagt werden. Die staatlichen Wildhüter sollen nun zusätzlich mehr eingreifen können, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt. In bestimmten Gebieten soll zudem auch in den bisherigen Schonzeiten gejagt werden. 


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