Home News „Wald vor Wild“ bald im Bundesjagdgesetz?

„Wald vor Wild“ bald im Bundesjagdgesetz?

Rehgeiss-verbeissend © Erich Marek
Das Bundesumweltministerium fordert eine konsequente Umsetzung von „Wald vor Wild“.
Rehgeiss-verbeissend © Erich Marek

Das Bundesumweltministerium fordert eine konsequente Umsetzung von „Wald vor Wild“.

Das Bundesumweltministerium (BMU) veröffentlichte gestern neue „Leitlinien für die Wiederbewaldung in Deutschland“. Grund für diese Leitlinien ist der zunehmend sichtbar werdende Klimawandel. Das BMU ist sich sicher: Nur mit einem Paradigmenwechsel im Wald können die Herausforderungen des Klimawandels gemeistert werden. Dies sei nur mit naturnahen Wäldern möglich.

Auch die Jagd spielt hierfür eine Rolle, weshalb sich die Leitlinien in einem separaten Abschnitt damit beschäftigen:

„Der Grundsatz „Wald vor Wild“ soll konsequent umgesetzt werden. Die jagdliche Nutzung stellt in Wäldern gegenüber der forstwirtschaftlichen Nutzung eine Nebennutzung dar. Vielerorts hohe Schalenwilddichten verhindern den angestrebten Waldumbau. Dazu bedarf es einer grundlegenden „Waldnovelle“ des Bundesjagdgesetzes.“

Was es mit dieser „Waldnovelle“ des Bundesjagdgesetzes genau auf sich hat, ist bislang unklar. Das Bundeslandwirtschaftsministerium beschäftigt sich ebenfalls mit der aktuellen Waldproblematik: Mit einem "Mehrere-Millionen-Bäume-Programm" sollen die deutschen Wälder gestärkt werden. 


Hannah Reutter geboren in Stuttgart, in der Landwirtschaft aufgewachsen, Jägerin und Führerin von DD & Dackel, seit 2018 bei den dlv Jagdmedien als Volontärin tätig.
Thumbnail