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Wald verwüstet und Bäume gefällt: Waren es Mountainbiker?

Sprungeschanze-Baumstamm © Polizeipräsidium Nordhessen
Für den Unterbau nutzten die Täter zum Teil die frisch gefällten Bäume.

Unbekannte haben eine erhebliche Zerstörung in einem Wald bei Kassel (Hessen) angerichtet. Wie das Polizeipräsidium Nordhessen berichtet, seien bereits im Januar in einem Waldstück in der Gemarkung Wolfsanger-Hasenhecke circa 200 junge Tannen und Eichen von unbekannten Tätern herausgerissen und abgeschnitten worden. Dazu hatten die Täter den Schutzzaun der Aufforstungsfläche gewaltsam geöffnet und die vor zwei Jahren gepflanzten Traubeneichen und Weißtannen herausgerissen bzw. abgeschnitten. Nun wurde Anfang März in einem Waldstück in unmittelbarer Nähe ebenfalls eine erhebliche Zerstörung festgestellt, so das Polizeipräsidium.

Sprungschanze-mit-Zettel © Polizeipräsidium Nordhessen

Die Täter hinterließen anden Sprungschanzen zum Teil Zettel mit Hinweise zu den Sprüngen.

Sprungschanzen mit Zetteln versehen

Die Täter hätten außerdem in einer sechs bis acht Meter breiten Schneise mehrere bis zu 50 Jahre alten Buchen sowie eine Vielzahl an jungen Bäumen gefällt und dort dann Europaletten zu Schanzen mit entsprechenden Schildern wie „Jump“ aufgestellt. Laut Polizei weise das auf die Einrichtung einer Mountainbikestrecke hin. Für den Unterbau der Sprungschanzen nutzten die Täter die frisch abgesägten Bäume und befestigten die Platten teilweise mit Nägeln an den Baumstümpfen. Ob für beide Taten dieselben Täter verantwortlich sind, sei bislang unklar.

Die Kriminalbeamten des für Umweltdelikte zuständigen Kommissariats 23/24 der Kasseler Kripo ermittelt nun wegen Sachbeschädigung und Verdacht des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz.


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