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Wahl in NRW: Müssen Jäger ein Ende der Baujagd fürchten?

Kathrin Führes © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 16.05.2022 - 15:02
Hochsitz-in-Auenlandschaft © Ronny Behnert - stock.adobe.com
Je nach künftiger Koaltion könnte es in NRW Änderungen für die Jagd geben.

Am Wochenende wurde in Nordrhein-Westfalen eine neue Landesregierung gewählt. Hendrik Wüst (CDU) konnte bei der Wahl zwar die meisten Stimmen holen, jedoch ist ungewiss, ob er tatsächlich regieren wird. Die schwarz-gelbe Koalition hat zu wenig Stimmen, um weiter an der Macht zu bleiben. Potentielle Möglichkeiten wären schwarz-grün oder eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP. Doch was bedeutet das für die Jagd?

Wüst besitzt Jagdschein

Hendrik Wüst ist selbst Jäger. Gegenüber der „taz“ sagte Wüst 2007, dass er bereits mit 16 Jahren seinen Jagdschein gemacht habe. Auf die Frage, ob es ihm Spaß mache abzudrücken, äußerte sich Wüst: „Wir können jetzt sicher lange über den forstwirtschafltichen Nutzen der Jagd oder das Naturerlebnis reden. Aber ja: Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das Beute machen bei der Jagd keine Spaß macht – auch wenn ich selbst keinen opulenten Trophäenschrank habe.“

Aus für die Baujagd?

Der Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen hatte im Vorfeld Wahlprüfsteine veröffentlicht. Speziell das Thema Prädatorenbejagung sorgt dabei für Aufsehen. So ist die NRW SPD der Meinung, dass direkt gegen Prädatoren gerichtete Maßnahmen immer einer sorgfältigen Abwägung der unterschiedlichen Ziele auch innerhalb des Naturschutzes bedarf und dass das Prädatorenmanagement weniger eine Aufgabe von Jägern sei als des verantwortlichen Naturschutzes. Bündnis 90/ Die Grünen gehen noch weiter und führen aus, dass die Baujagd mit den Prinzipien des Tierschutzes nicht vereinbar ist und daher nicht gestattet werden sollte. Füchse gelten zudem als Gesundheitspolizei und eine Bejagung sei nur in besonderen Ausnahmefällen im Interesse des Artenschutzes sinnvoll. CDU und FDP sprechen sich hingegen für die Prädatorenbejagung aus. Auch zu anderen Themen nahmen die Partien Stellung. Die vollständigen Wahlprüfsteine sind auf der Seite des LJV NRW nachzulesen. Welche jagdlich relevanten Dinge es aber tatsächlich in den Koalitionsvertrag schaffen, bleibt abzuwarten.


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