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Waffensicherheit: Ein Nationalrat im Visier

Weil er einen Gesetzesentwurf für mehr Waffensicherheit in den Bundesrat einbrachte, ist der konservative Luzerner Nationalrat Pius Segmüller jetzt selbst ins Visier geraten: Segmüller arbeite als Lobbyist für die im bayerischen Unterföhring bei München ansässige Firma Armatix, die ähnlich dem Prinzip der elektronischen Wegfahrsperre beim Auto Waffensicherungssysteme herstellt, schreibt die schweizerische Handelszeitung.
Brisant ist der Vorfall, weil Mitte Februar in der Schweiz über die Initiative "Schutz vor Waffengewalt" abgestimmt wird: Armeewaffen sollen danach im Zeughaus verwahrt werden. Segmüller vertritt die Ansicht, die flächendeckende Sicherung von Feuerwaffen mit den Produkten von Armatix genüge. Als "peinlich, aber nicht tragisch" bezeichnet ein Fachmann, dass der Nationalrat seine Arbeit für Armatix nicht offen gelegt hat. Der Gesetzentwurf war damals vom Bundesrat abgelehnt worden. BHA