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Waffenregister korrekturbedürftig

Anderer Ansicht: Niels Heinrich, stellv. Leiter der fachlichen Leitstelle des NWR, machte auf der 'Jagd & Hund' Werbung für die Datenbank. Foto: DIT


Wie der 'Norddeutsche Rundfunk' berichtet, geht diese Erkenntnis aus einer bisher unveröffentlichten Anfrage der Bundestagsfraktion die Linke hervor. Demnach könne das NWR seine Aufgaben als Ermittlungs- und Fahndungshilfe nicht erfüllen und sei von seiner vollen Einsatzfähigkeit noch deutlich und auf Jahre entfernt. Das kommt wohl daher, dass die von den kommunalen Behörden gelieferten Daten zu den Waffen bisher nicht auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft wurden.
In die gleiche Kerbe schlug die Gewerkschaft der Polizei bereits im August vergangenen Jahres (wir berichteten). Sie kritisiert, dass Bürgerinnen und Bürger, die einmal Waffen besaßen, durch die Abfrage von Daten aus dem NWR bei Ermittlungen in den Fokus der Behörden geraten könnten. Vor allem bei der Wahl von „intensiveren Einsatzformen“ könne das im Bedarfsfall für den ehemaligen Waffenbesitzer sehr unangenehm werden. Die Einführung des NWR hatte rund 4,35 Millionen Euro gekostet, die jährlichen Ausgaben betragen zirka 2,7 Millionen Euro. Die Daten sollen laut Gesetz bis Ende 2017 bereinigt werden. Auf Nachfrage von jagderleben teilte das Bundesverwaltungsamt (hier werden die Daten gespeichert) mit, dass für diese Arbeiten die jeweils zuständigen Waffenbehörden verantwortlich sind.
Bis heute sind im NWR etwa 1,5 Millionen Personen und fast 5,5 Millionen Waffen erfasst.
BS