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Waffenregister ist"Schuss in den Ofen"

Bundesinnenminister Dr. Freidrich (l.) bei der Vorstellung des NWR. Foto: BMI © BMI

GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow sagte dazu: „Die bislang bei den bundesweit über 500 Waffenbehörden gespeicherten Daten der Waffen waren bereits fehlerhaft. Bei der Übertragung dieser Angaben zum Nationalen Waffenregister beim Bundesverwaltungsamt in Köln wurden weitere Fehler gemacht. Das stellt den Nutzen des NWR als Ermittlungs- und Fahndungsinstrument in Frage und es beschert den Waffenbesitzern möglicherweise sehr unangenehme Folgen.“ Damit verliert nach Auffassung der GdP die Einrichtung den Sinn, dass Polizeibeamte bei Einsätzen in Häusern und Wohnungen zuvor den möglichen Waffenbesitz am Einsatzort abfragen können. Auch könne jemand, so befürchtet die GdP, der eine bestimmte Waffe schon vor Jahren verkauft hat, in den Fokus einer Ermittlung geraten, indem er als amtlich registrierter Besitzer der gesuchten Waffe natürlich dringend verdächtig erscheint, obwohl er die Waffe bereits verkauft hat. Oliver Malchow: „Das wird viel Ärger geben."
Nach Angaben der Bundesregierung entstanden den kommunalen Verwaltungen zur Einrichtung des NWR einmalige Kosten von rund 2,6 Millionen Euro und der Bundesverwaltung noch einmal 1,75 Millionen Euro. Hinzu kommen jährliche Ausgaben in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro. Für den Betrieb ab dem Jahr 2013 wurden 20 Planstellen eingerichtet. Deutschland setzt mit dem neuen Register eine EU-Richtlinie um, die vorsieht, dass spätestens bis 31. Dezember 2014 ein zentrales Waffenregister eingeführt werden muss.
BHA

Quelle: www.jagderleben.de