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Waffennarr hochgenommen

Die Abgabe von legalen und illegalen Waffen ist noch bis 1. Juli straffrei (Symbolbild). © Stadtamt
Die sichergestellten Gegenstände. Foto: Stadtamt © Stadtamt

Die sichergestellten Gegenstände. Foto: Stadtamt

Am 8. August 2014 hatten Sondereinsatzkräfte (SEK) der Polizei bei einem Jagdscheininhaber mehrere unerlaubte Gegenstände gefunden. Anlass für diese Maßnahme war eine zuvor durchgeführte verdachtsunabhängige Überprüfung, bei der die Kontrolleure eine „Pumpgun“ entdeckten, sagte Marita Wessel-Niepel, Leiterin des Stadtamtes Bremen, gegenüber jagderleben. Die Schrotflinte wies einen unerlaubten Umbau durch den Jäger auf. Daraufhin besorgten die Kontrolleure einen Durchsuchungsbescheid vom Amtsgericht, um dem Bremer genauer auf den Zahn zu fühlen. Dabei stellten Polizisten neben einem Bolzenschussgerät und mehreren Totschlägern auch zahlreiche Waffen und waffenähnliche Gegenstände sicher. Laut Wessel-Niepel wies ebenso das Grundstück des Jägers einen „eigenartigen Zustand“ auf. Neben Totenköpfen, einem Galgen und mehreren Kanonen fanden die Polizisten eine aufgebaute Guillotine.
Sowohl die Waffenbesitzkarte als auch der Jagdschein wurden eingezogen. Wie viele Verstöße gegen das Waffengesetz begangen wurden, müsse jetzt durch die KTU (Kriminaltechnischen Untersuchung) festgestellt werden, so Frau Wessel-Niepel.
Übrigens: Die Hansestadt hat eigens zur Durchführung verdachtsunabhängiger Kontrollen zusätzliches Personal eingestellt. Da man aber offensichtlich nicht auf diesen Kosten sitzen bleiben will und im März 2012 die Waffensteuer gekippt wurde, verlangt der Stadtstaat seitdem von den legalen Waffenbesitzern üppige Gebühren in Höhe von aktuell 135 Euro.
MH