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Waffenbehörde zieht Merkblatt zurück

Die Behörde will, dass die Zertifizierung auch bei neuen Schränken bestätigt werden muss. Foto: BS © BS

So wollte sie gebraucht gekaufte Waffenschränke grundsätzlich nicht anerkennen. Selbst bei neuen Schränken lehnte die Behörde die gesetzlich vorgeschriebene VDMA-Zertifizierung nach Sicherheitsstufe A oder B als veraltet ab. Als Quelle ihrer Bedenken nannte sie unter anderem Wikipedia. Die Nachfrage der Pirsch-Redaktion bei der Behörde brachte dann doch einen Denkprozess in Gang. Drei Tage nach der Anfrage tauschten die Fachbeamten ihr Merkblatt aus. Vom Verbot des Gebrauchtkaufs ist nun nicht mehr die Rede, doch im grünen Bereich ist die Behörde juristisch immer noch nicht. So will sie nach VDMA-Zertifizierte A- und B-Schränke zwar anerkennen, aber nur, wenn sie vor 2005 produziert wurden. Bei neuen A- oder B-Schränken sollen die Besitzer die Werks-Zertifizierung noch einmal per Gutachten bestätigen lassen. "Umgekehrt wird ein Schuh draus", meint dazu die Münchner Rechtsanwältin Barbara Frank: "Will eine Behörde einen zertifizierten Schrank nicht anerkennen, dann muss sie gegenüber dem Waffenbesitzer konkret darlegen, warum der Schrank die Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen soll." Bernhard Pfendtner