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Waffenbehörde stellt 440 Waffen bei Waffenhändler sicher

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Kathrin Führes
am
Dienstag, 15.12.2020 - 11:00
Polizisten-neben-Polizeibulli © Antje - stock.adobe.com
Neben den Beamten von zwei Polizeidienststellen war auch das Spezialeinsatzkommando vor Ort.

Bei einem Waffenhändler in Uchte (Landkreis Nienburg/ Niedersachsen) wurden 440 Waffen sowie Munition in seinen Liegenschaften in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beschlagnahmt. Neben Beamten von zwei Polizeidienststellen war auch das Spezialeinsatzkommando aus Hannover im Einsatz.

Wie ein Sprecher des Landkreises gegenüber der Redaktion mitteilt, handelt es sich bei den 440 Waffen hauptsächlich um Kurzwaffen. Die Langwaffen seien zum größten Teil Jagdwaffen. Dem Händler seien bereits Anfang September die jagdrechtlichen- und waffenrechtlichen Genehmigungen entzogen worden. Der Händler habe der Waffenbehörde wiederholt den Zugang zu den Waffen verwehrt und auch auf Anforderung die notwendigen Waffenhandelsbücher nicht vorgelegt. Mittlerweile würde sich herauskristallisieren, dass der Mann wohl nie Waffenhandelsbücher geführt habe. Zudem sei er auch polizeibekannt gewesen, da er in der Vergangenheit Waffen und Munition nicht ordnungsgemäß gelagert habe. Gerüchte, dass es sich bei dem Mann um einen Reichsbürger handelt, verneinte der Pressesprecher gegenüber der Redaktion.

Waffen wohl zum Großteil Kommissionsware

Der Mann habe nun noch einmal Zeit bekommen, die beschlagnahmten Waffen zu veräußern. Man gehe jedoch nicht davon aus, dass der Mann diese Gelegenheit wahrnehmen werde. Möglich sei es, dass die Waffen dann vernichtet werden.

Ob der Mann in der vergangenen Zeit noch aktiv mit Waffen gehandelt habe, sei unbekannt. Bei den beschlagnahmten Waffen handelt es sich wohl zu großen Teilen um Kommissionsware, die der Händler im Auftrag einer Erbengemeinschaft veräußern sollte. Möglicherweise sei dem Händler alles über den Kopf gewachsen.


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