+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 86 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 22.10.2020) +++
Home News Waffen gestohlen – Waffenbehörde gibt eindringliche Warnung raus

Waffen gestohlen – Waffenbehörde gibt eindringliche Warnung raus

Kathrin-Fuehres © Kathrin Führes
Kathrin Führes
am
Montag, 28.09.2020 - 17:22
Zahlenschloss-am-Waffenschrank © Rasso Walch
Die Zahlenkombination „0000“ oder „1234“ sind nach Auffassung der Waffenbehörde nicht sicher.

Den Standort des Waffenschrankes genau prüfen und keine zu einfache Zahlenkombination für das Schloss wählen – mit einem Schreiben an die Waffenbesitzer macht das Landratsamt Bodenseekreis auf diesen Umstand aufmerksam. Hintergrund des Schreibens ist ein konkreter Fall aus dem Juli diesen Jahres.

Mehrere Jagdwaffen bei Einbruch entwendet

Bei einem Wohnungseinbruch in Neukirch (Baden-Württemberg) hatten sich damals unbekannte Täter über eine verschlossene Terrassentür Zutritt zu den Wohnräumen eines Jägers verschafft. Wie die Polizei berichtet, gelang es den Tätern nach mehreren Versuchen schließlich den Code des Zahlenschlosses eines Tresors zu knacken. In dem Tresor fanden die Einbrecher Schlüssel für die anderen Sicherheitsschränke und öffneten diese ebenfalls. Vier Jagdwaffen sowie drei Zielfernrohre wurden dadurch entwendet.

Keine einfachen Zahlenkombinationen wählen

Das Landratsamt Bodenseekreis weißt in diesem Zusammenhang daraufhin, dass zwingend die einfachsten Regeln zur Passwortvergabe eingehalten werden müssen. „Zahlencodes mit der Kombination „0000“, „1234“ oder bestehend aus dem Geburtsdatum sind nach unserer Auffassung nicht sicher“, so das Landratsamt. Ebenso sei ein Lagerort des Tresores in einer offen einsehbaren Umgebung, z.B. neben einem Fenster, Terrassentür oder in einem von außen einsehbaren Kellerraum nach Auffassung der Behörde nicht geeignet.

„In Fällen, in denen Waffen in die Hände Nichtberechtigter gelangen, weil der Tresor gut sichtbar aufgestellt oder nur mit einer sehr einfachen Zahlenkombination gesichert wurde, wird dies im Regelfall zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnisse führen“ gibt das Landratsamt Bodenseekreis weiter zu bedenken.


Kommentieren Sie