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Vorsitzender tritt zurück

Naturschützer und Jäger Jörg Pape hat sein Amt als Vorsitzender des NABU Köln niedergelegt. Foto: PH © PH
Naturschützer und Jäger Jörg Pape hat sein Amt als Vorsitzender des NABU Köln niedergelegt. Foto: PH © PH

Naturschützer und Jäger Jörg Pape hat sein Amt als Vorsitzender des NABU Köln niedergelegt. Foto: PH

Ausschlaggebend für den passionierten Jäger Pape war die gemeinsame Resolution von NABU, BUND, Peta und einigen anderen dubiosen Tierschutzverbänden (wir berichteten hier). „Jede einzelne der zehn Forderungen in dem Papier ist angreifbar.“ Damit wolle man Menschen beeinflussen, aber das sei absolut nicht „sein Ding“. Ebenso könnten die meisten NABU-Mitglieder, die auch über den Schulterschluss mit dem Tierschutz entschieden haben, gar nicht bei dem Thema Jagd mitreden. „Das sind alles populistische Pauschalisierungen, keinerlei Weitsicht für langfristige Auswirkungen. Meine Stellungnahme zu den Forderungen wurde gar nicht beachtet.“ Und irgendwelche Vorschläge für lebensraumverbessernde Maßnahmen würden komplett fehlen.
Pape machte im Gespräch immer wieder deutlich, dass sein Rücktritt nichts mit seiner Naturschutzarbeit auf Kreisebene zu tun habe. Diese sei immer hervorragend gewesen. „Aber ich kann doch keinen Verband vertreten, dessen Auffassungen ich nicht teile.“ Das hat natürlich auch mit seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Jagdbeirates zu tun. Grundsätzlich habe sich der NABU ja zu einer ökologischen Jagd bekannt: „Aber auf der einen Seite die Fallenjagd als Jagdart verbieten wollen, sie auf anderen aber im Zuge des Naturschutzes einsetzen? Das ist doch perfide.“ Im Grunde habe die unsägliche Allianz mit den anderen Verbänden den NABU zu solchen Ansichten gebracht.
BS