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Vorsicht Vergiftungsfalle!

Von diesen Zierkürbissen fraß der neun Monate junge Vierbeiner. Foto: WW


Unser Leser Wolfgang Weissinger berichtete uns von dem tragischen Vorfall. Wie schon erwähnt, bereitete der Hundeführer seinen Rüden "Anton" auf die Verbandsjugendprüfung (VJP) vor. Das Gespann streifte dabei durch Wiesen und andere offene Flächen. Plötzlich verharrte der Kleine Münsterländer einen Augenblick hinter einer Baumreihe, nach kurzem Pfiff war "Anton" wieder bei seinem Führer. Weissinger schaute jedoch, was sein Hund so interessant gefunden hatte. Dabei entdeckte er einen zum Großteil zermatschten Haufen von Zierkürbissen, an denen sich offensichtlich auch schon Schwarzwild gütlich getan hatte. Ein Landwirt hat sie dort entsorgt.
Zwei Tage später ging der Vierbeiner in einer Tierklinik ein. Wie sich herausstellte, war die Aufnahme des Kürbisfleischs ausschlaggebend dafür. In diesem befinden sich nämlich Bitterstoffe (Cucurbitacine), die zu einer Verätzung der Schleimhäute in der Speiseröhre und im Magen des Tieres geführt haben. Bei einer endoskopischen Untersuchung wurde sichtbar, das diese violett bis schwarz verfärbt waren. Schlussendlich starb "Anton" an Kreislaufversagen.
Auch für Menschen kann der Verzehr von Zierkürbissen tödlich enden. Im August 2015 wurde einem 79-Jähriger eine Zucchini zum Verhängnis, die aus dem Anbau eines Hobbygärtners stammte (normalerweise wurden die Bitterstoffe aus dem Gemüse herausgezüchtet). Daraufhin warnte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit vor dem Verzehr von bitter schmeckenden Kürbissen und Zucchini.
RJE


 


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