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Vorsicht Infektionsgefahr!

Denken Sie an Spaghetti und sie haben ein ziemlich genaues Bild von Spulwürmern vor sich. Die bis zu 40 Zentimeter großen Darmparasiten ähneln in Farbe und Aussehen den leckeren Nudeln und auch sie kommen in dicht gepackten "Portionen" vor. Von allen Darmwürmern sind sie bei weitem die gefährlichsten. Denn ihre Masse zehrt nicht nur Nährstoffe aus dem Organismus des Wirtstieres. Sie kann auch den Darm zum Platzen bringen.
Nicht nur Hunde und Katzen können Spulwürmer beherbergen. Fast drei Viertel aller Waschbären (Foto: Jens Krüger) tragen den gefährlichen Parasiten in sich, dessen Eier sich auch im Menschen entwickeln können. Eine besondere Gefährdungssituation bildet die Jagd: Hier muss der Schütze seine Beute aufnehmen und kann sich dabei mit einer Menge Spulwurmeier infizieren. Vor der Brotzeit in der Jagdhütte sollte man sich deshalb gründlich die Hände waschen oder noch besser - wie auch beim Fuchs - das Tier nur mit Einmal-Handschuhen anfassen.
Zu allem Überfluss haben Spulwürmer ein infames Fortpflanzungssystem: Die Eier werden mit dem Kot des Wirtstieres ausgeschieden und gelangen über Mund und Nase zu einem neuen Opfer oder zurück zum Ausgangswirt. Die jungen Spulwürmer wandern dann durch den Körper und gelangen dabei in alle möglichen Organe: Augen, Gehirn, Muskeln, Herz, Lunge oder Leber. Meist mit verheerenden Folgen für den Wirt. CM