Home News Volksintitiative erfolgreich

Volksintitiative erfolgreich

Das Werbeplakat der Initiative lässt keine Zweifel offen, um was es dem Komitee geht. Foto: Für ein Kanton Wallis ohne Großraubtiere


Das 13-köpfige Komitee bestehend aus Vertretern der Parteien CSPO und CVPO will gegen Luchs, Wolf und Bär im Bergkanton vorgehen. Grund sind regelmäßige Wild- und Schafsrisse trotz teurer Herdenschutzmaßnahmen, unteranderem auch in Wohngebieten. Außerdem sehen sie die Räuber nicht nur als Problem der Schäfer, sondern auch als eines der Bevölkerung. Guido Walker, Präsident des Initiativkomitees, meint: „Die Präsenz von Großraubtieren gefährdet die Berglandwirtschaft und schadet dem Tourismus.“
Mit dieser Meinung scheinen die Politiker keineswegs allein zu sein. Denn die im vergangenen Jahr gestartete Volksinitative "Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere" fand innerhalb von acht Monaten Zuspruch bei über 9.500 wahlberechtigten Wallisern. Weit mehr, als für eine Volksabstimmung benötigt wurden. Bis zum 8. Mai diesen Jahres wären 6.000 Stimmen erforderlich gewesen, diese hatte man bereits nach vier Monaten.
Jetzt am 16. Januar fand die Übergabe der Unterschriften an die kantonale Staatskanzlei statt. Dort werden sie aktuell noch auf Validität hin überprüft. Die im Zuge der Initiative möglich gewordene Abstimmung im Wallis lässt zum ersten Mal zu, dass sich die Bürger selbst zum Thema Großraubtiere äußern.
Ziel des Komitees ist es, durch die Wahl die Räuber ähnlich wie Wild regulieren zu können. Dieses Vorhaben widerspricht jedoch gegen die Berner Konvention, welche den Schutz von Wölfen vorsieht. Allerdings, so denkt man seitens des Komitees, würde man mit dem Gang an die Wahlurne enormen Druck auf den Bund ausüben und diesen zum Handeln bewegen.
RW