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Vogelschutz mit der Büchse

Gänsegeier in Spanien. Foto: Helge Schulz © Helge Schulz

Der riesige Aasfresser mit dem nackten Hals nimmt eine wichtige Rolle im Ökosystem der Kantabrischen Berge im Nordwesten Spaniens ein. Doch tut er sich in der immer "sauberer" werdenden Weltzunehmend schwerer, an Nahrung zu kommen. Eine unerwartete Unterstützung sind ihm jedochJagd undJäger. Denn nicht nur die Wilddichte in seinem Streifgebiet ist entscheidend für das Nahrungsangebot, sondern auch die Intensitätmit der darin gejagt wird. Das zeigen die Erhebungen von Patricia Mateo-Tomás und Pedro Olea von der Universität von Leon, dieauf einer Fläche von rund 3000 Quadratkilometer durchgeführt wurden. Tatsächlich richtet der Vogel seine riesigen Streifgebiete und die Schlafstellen danach aus, wo gerade fröhlich auf Rot- oder Schwarzwild gejagt wird. Jeden Monat werden einige erlegte Tiere nicht geborgen und bleiben für den Geier zur freien Verfügung. Da von Januar (Schwarzwild) bis Dezember immer irgendeine Schalenwildart bejagt werden darf, können etwa 1800 Geier pro Halbjahr allein von den zurückgelassenen Wildkörpern leben.
CM