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Vogelgrippe: H5N8 bei Blässgans in Brandenburg nachgewiesen

Hannah Reutter. © Hannah Reutter
Hannah Reutter
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Mittwoch, 22.01.2020 - 17:08
In Brandenburg wurde eine Blässgans gefunden, die mit dem Vogelgrippe H5N8 infiziert war. © tom - stock.adobe.com
In Brandenburg wurde eine Blässgans gefunden, die mit dem Vogelgrippe H5N8 infiziert war.

Der Geflügelpest-Erreger H5N8 wurde bei einer verendeten Blässgans im Landkreis Spree-Neiße (Brandenburg) nachgewiesen. Nachdem das zuständige Landesuntersuchungslabor am 18. Januar eine vorläufige Diagnose stellte, bestätigte das eingeschaltene Friedrich-Löffler-Institut (FLI) am Sonntag das Ergebnis H5N8. Dies sei der erste amtlich bekannte Fall in Deutschland in diesem Jahr. In Polen breitet sich der Subtyp H5N8 zur Zeit sehr schnell aus. Dort sind hauptsächlich Wirtschaftsgeflügelbestände betroffen.

Friedrich-Löffler-Institut erhöht Risikoeinschätzung

Erst am vergangenen Freitag hatte das FLI eine aktuelle Risikoeinschätzung abgegeben. Auf Rückfrage der Redaktion wird das Risiko, dass der Erreger H5N8 durch einen Wildvogel in einen Nutzgeflügelbestand gelangt, nun auf mäßig hochgestuft. Die deutschen Behörden gehen bislang von einem Einzelfall aus.

Der Sprecher des Verbraucherschutzministeriums Brandenburg entgegnete gegenüber der Redaktion, dass der Vogel über das regionale Wildvogelmonitoring gefunden worden sei. Dieses würde aufgrund der Vogelgrippefälle im nahen Polen nun vermehrt auf Wasservögel Acht geben.

Infektion von Menschen theoretisch möglich

Infektionen des Menschen sind bislang nicht bekannt. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sei eine Übertragung durch infizierte Lebensmittel zwar theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.

Die Blässgans hat in Brandenburg noch bis zum 31. Januar dort Jagdzeit, wo Schäden abzuwehren sind. Für Jäger habe der Fund erstmal keine Auswirkung, so der Ministeriumssprecher weiter.