+++ Afrikanische Schweinepest bisher bei 91 Wildschweinen nachgewiesen (Stand 23.10.2020) +++
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Vogelgrippe-Gefahr hoch: Nächste Tierseuche im Anmarsch?

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Kathrin Führes
am
Sonntag, 11.10.2020 - 08:30
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Das FLI schätzt die Gefahr eines Ausbruchs der Vogelgrippe als hoch ein.

Nachdem seit gut einem Monat die Afrikanische Schweinepest in Deutschland grassiert, müssen nun die Jäger und Landwirte eine weitere Tierseuche fürchten. Wie das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) mit einer neuen Risikoeinschätzung bekannt gab, sei das Eintragsrisiko der Vogelgrippe durch Wildvögel beim Herbstzug hoch. Aus Russland und Kasachstan sei seit Juli 2020 über zahlreiche Nachweise von Influenzaviren des Subtyps H5(N8) bei Wildvögeln und in Geflügelhaltungen berichtet worden, so das FLI in einer Pressemitteilung. In den Jahren 2005/ 2006 und 2016/ 2017 waren ähnliche Ausbruchsserien einem „dann folgenden umfangreichen Geschehen in Europa vorausgegangen.“

Jäger werden dazu angehalten kein Kontakt zu Geflügel zu haben, wenn sie mit Federwild oder dessen Ausscheidungen in Berührung gekommen sind. Des Weiteren sollen unnormale Verhaltensweisen bei Wasservögeln (z.B. unkoordiniertes Kopfkreisen) sowie Totfunde von Wildvögeln unverzüglich den Veterinärbehörden gemeldet werden.

Meldepflichtige Tierseuche

Die Vogelgrippe bzw. Geflügelpest ist bei Wildvögeln eine meldepflichtige Tierkrankheit. Bei dem Infektionsgeschehen im Winter 2016/ 2017 handelte es sich um den schwersten jemals in Deutschland registrierten Ausbruch, so das FLI. Im Januar 2020 war der erste H5(N8)-Ausbruch des Jahres im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen worden. Dort wurde auch der erste ASP-Fall Anfang September gemeldet.


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