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VJS sieht Kehrtwende beim Saar-ÖJV

Schwarzwildgatter stellen eine praxisnahe Ausbildungsmöglichkeit dar. Foto: Stephan Elison © Stephan Elison

Die Vereinigung der Jäger des Saarlandes (VJS) glaubt zu erkennen, dass sich der "Ökologischer Jagdverband" von "verqueren Gedanken" abwendet. In einer Pressemitteilung nimmt die VJS darauf Bezug, dass am 5. März 2011 eine Info-Veranstaltung zum Thema „Schwarzwildgatter" stattfindet, zu der der saarländische „ÖJV" eingeladen hat. Mit etwa 50 von 3.700 saarländischen Jägern habe sich dort zwar nur eine kleine jagdliche Minderheit organisiert, dennoch begrüße die Mehrheitsorganisation diesen Schritt.

Landesjägermeister Andreas Schober von der Vereinigung der Jäger des Saarlandes (rund 3.500 Mitglieder) führt dazu aus: "Bisher hat der ÖJV der Hundeausbildung wenig Bedeutung zugemessen. Jetzt verlässt der ÖJV seine Linie und wendet sich endlich der Hundeausbildung an lebenden Tieren zu. Dies begrüßen wir sehr. Bekanntlich ist späte Einsicht besser als keine."
Schober hält die Kehrtwende um so bemerkenswert, "weil der ehemalige Vorsitzende des ÖJV und jetzige Umweltstaatssekretär Klaus Borger ein entsprechendes Verbot der Jagdhundeausbildung gefordert und in den Koalitions-Vertrag der „Jamaika-Koalition" hineingebracht hat.

In einem „Schwarzwildgatter" oder „Saugatter" wird das Verhalten des Jagdhundes am Schwarzwild getestet und ausgebildet. Die VJS hofft jetzt darauf, dass sich auch bei Staatssekretär Borger "späte Einsicht" breit mache und das bewährte Jagdrecht an dieser Stelle Bestand haben wird. RJE