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VJS mit neuer Spitze

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Dienstag, 24.04.2012 - 12:46
Das neu gewählte VJS-Präsidium (v. l.): Landesjägermeister Dr. Daniel Hoffmann und seine drei Stellvertreter Josef Schneider, Edgar Kuhn und Armin Birk. Es fehlt Schatzmeister Stefan Kasel. Foto: Günther Klahm © Günther Klahm

Der 37-jährige promovierte Diplom-Biogeograph tritt damit die Nachfolge des im vergangenen Jahr zurückgetretenen Landesjägermeisters Andreas Schober an.
Dr. Hoffmann ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Natur- und Ressourcenschutz der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Er betreibt zudem im saarländischen Wadern ein eigenes Institut für Artenschutz und Wildtierforschung. In seinem neuen Amt will er die Diskussion um die Jagd auf der Basis wissenschaftlicher Daten versachlichen. Mögliche Partner im Artenschutz sehe er auch in Verbänden wie dem BUND und dem Nabu. Gegenüber radikalen Tierschützern, die übrigens diesmal seit Jahren nicht mehr vor dem Versammlungsraum demonstrierten, wolle er "klare Kante" zeigen. In ihren Ämtern bestätigt wurden die Präsidiumsmitglieder Josef Schneider (1. Stellvertreter), Edgar Kuhn (2. Stellvertreter) und Schatzmeister Stefan Kasel. Auf Grund der neuen Satzung wurde Armin Birk in das neue Amt des 3. stellvertretenden Landesjägermeisters gewählt.
Die neue VJS-Satzung, die von den Mitgliedern verabschiedet wurde, beinhaltet unter anderem eine Neugestaltung der Führungsstrukturen und Aufgabenverteilung und neue Formen der Mitgliedschaft. Auch die staatliche Forstverwaltung (Saarforst) kann wieder einen Vertreter in den Vorstand entsenden. Allerdings muss dieser VJS-Mitglied sein. Der alte und neue stellvertretende Landesjägermeister, Josef Schneider, wünschte, dass sich das Verhältnis zwischen Saarforst und VJS nach dem Ende der "Jamaika-Koalition" wieder verbessere. Dem stimmte Saarforst-Leiter Hans-Albert Letter applaudierend zu. Von der neuen saarländischen CDU-/ SPD-Landesregierung forderte Schneider das "schleunigste Ende der halbjährigen Schonzeit für Füchse". Nicht zuletzt, weil die Niederwildbesätze am Boden lägen. Erfreulich sei hingegen der "stete und deutliche Mitgliederzuwachs" bei der VJS. Sowohl Staatssekretär Wolfgang Schild (CDU) als auch die Landtagsabgeordneten Günther Heinrich (CDU), Dr. Manfred Jung (SPD) und Birgit Huonker (Die Linken) sprachen sich gegen ein neues Jagdgesetz aus. Staatssekretär Schild hofft, dass es wieder zu einer "vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Landesregierung und VJS kommt, der er eine "entscheidende Rolle für künftige Entscheidungsprozesse in der Jagd" zusprach.
Günther Klahm