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Vier Kitze bei Mahdarbeiten getötet – Jägerin erstattet Anzeige

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Samstag, 12.06.2021 - 15:05
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Kitz-tot © Anne Lenk
Insgesamt wurden vier Kitze bei der Mahd getötet.

Am 3. Juni sind vier Rehkitze bei Mäharbeiten in der Gemeinde Weischlitz (Vogtlandkreis, Sachsen) zu Tode gekommen. Wie Anne Lenk, Jagdausübungsberechtigte des betroffenen Reviers, gegenüber der Redaktion berichtete, habe eine Passantin die Mäharbeiten mitbekommen. Als diese beendet waren, beobachtete die Frau ein Reh, welches kein natürliches Fluchtverhalten zeigte. Daraufhin habe sie die Jägerin kontaktiert.

Anne Lenk begab sich umgehend zur besagten Wiese und stellte fest, dass es sich bei dem Reh um eine Geiß handelte, die neben ihrem totgemähten Kitz stand. Gemeinsam mit der Passantin und einer weiteren Jagdkollegin, Manuela Schneider, suchten die Frauen die Wiese nach weiteren Kitzen ab. Insgesamt fanden sie vier ausgemähte Rehkitze. Die Jagdausübungsberechtigte zeigte diesen Vorfall bei der Polizei an. Eine Pressesprecherin der Polizeidirektion Zwickau bestätigte die Anzeige gegenüber der Redaktion. Da allerdings der Grundstückseigentümer zum Zeitpunkt der Anzeige nicht eindeutig ermittelt war, wurde diese gegen Unbekannt gestellt.

Landwirte in der Pflicht

Michael Völker, Jäger und Lebensgefährte von Anne Lenk, verdeutlicht in einem Schreiben an die Redaktion, dass hier nicht die Jäger, sondern die Landwirte in der Pflicht sind, die Tiere vor dem Mähtod zu bewahren. Sie müssen sicherstellen, dass die Tiere nicht gefährdet oder getötet werden.

Zahlreiche Jägerinnen und Jäger setzen sich jedoch ehrenamtlich bei der Kitzrettung ein und helfen Landwirten Wiesen vor der Mahd nach Jungwild abzusuchen. So auch Anne Lenk und Michael Völker. Seit einigen Wochen suchen sie in den frühen Morgenstunden mit einer Wärmebilddrohne nach Rehkitzen, um mögliches Tierleid zu verhindern.


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