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Zu viele Wölfe: Wolfsberater kündigt Rücktritt an

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Leonie Engels
am
Sonntag, 28.11.2021 - 16:28
Wolf © ©AB Photography - stock.adobe.com
Die Wölfe halten sich im LK Cuxhaven zunehmend in der Nähe von Dörfern auf (Symbolbild).

Der langjährige Wolfsberater im LK Cuxhaven (Niedersachsen), Hermann Kück, hat dem NDR seinen Rücktritt zum 30. November erklärt. Grund dafür ist das Herunterspielen der Gefahr in der allgemeinen Bevölkerung, die von Wölfen ausgeht. „Über 350 Wölfe in Niedersachsen, über 30 Wölfe im Cuxland sind belegbar. Die Nahbegegnungen mit Wölfen nehmen zu, auch die Übergriffe in Dorfnähe, zwei Pony-Übergriffe mit dramatischen Bildern haben meine Gelassenheit beeinflusst - und auch die Bereitschaft, Kindern die Verharmlosung der Wölfe als pädagogisch sinnvoll zu erklären, wie ich es all die Jahre mit Überzeugung getan habe. Ich nehme verstärkt die Sorgen der Bürger wahr, die viele Fragen haben. Mein Telefon steht kaum still, nicht alle kann ich mehr mit Überzeugung beraten“, teilte Kück „Nord 24“ mit.

Ein Zeichen setzen

Mit seinem Rücktritt möchte Kück die Bevölkerung wachrütteln: Der ehemalige Wolfsberater möchte nicht der Öffentlichkeit Rede und Antwort stehen, wenn einmal ein Mensch durch einen Wolf zu Schaden kommt. Ferner berichtete der Ex-Wolfsberater dem NDR, dass es auch in seinem eigenen Jagdrevier rund 30 Wölfe gebe. „Zu viele“, wie der er sagt. Kück übt Kritik und fordert nun Antworten von der Politik. Er hat zunehmend Zweifel an der Wolfspolitik und möchte seinen Rücktritt Umweltminister Olaf Lies (SPD) persönlich per Videoanruf erklären.


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