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Wie viele Wölfe braucht es? Niedersachsen gibt Studie in Auftrag

Woelfin-mit-Welpen © geoffkuchera - stock.adobe.com
Die Anzahl der Wölfe nimmt in Deutschland immer weiter zu. Besonders einige Regionen in Niedersachsen sind davon stark betroffen.

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies hat beim Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ) der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) eine Populationsstudie zum Wolf in Auftrag gegeben. Wie das Ministerium angibt, sollen durch die Studie „Erkenntnisse und eine bessere Datenbasis über die günstigste Referenzpopulation für den Wolf in Deutschland und - im Fokus - den niedersächsischen Anteil daran ermittelt“ werden. Lies erklärte, dass man nicht „einfach abwarten und zusehen" könne, "ob das exponentielle Wachstum der Population der vergangenen Jahre sich tatsächlich irgendwann verlangsamt, wenn wir in wenigen Jahren eine dreistellige Zahl von Rudeln allein bei uns in Niedersachsen haben.“ Das Prinzip „Hoffnung“ sei keine Grundlage für den Umgang mit dem Wolf.

Weltweit höchste Wolfsdichte in einigen Regionen in Niedersachsen

Man gehe derzeit für das Monitioringjahr 2019/ 2020 von insgesamt 176 Wolfsterritorien mit 128 Wolfsrudeln, 39 Paaren und neun sesshaften Einzeltieren aus. Niedersachsen würde dabei eine besondere Rolle spielen. Laut Umweltministerium würden sich in einigen Regionen Niedersachsens mittlerweile die mitunter höchsten Wolfsdichten weltweit befinden. Für das laufende Monitoringjahr seien bereits 36 Territorien gemeldet, was einen Zuwachs von 57 Prozent zum Vorjahr entspricht.

Auch Wissen über kritische Untergrenze wichtig

Doch nicht nur eine Obergrenze beschäftigt den niedersächsischen Umweltminister. „Für den Erhalt der Biodiversität bedeutet das, dass wir uns auch Gedanken über eine kritische Untergrenze der Wolfspopulation machen müssen. Es geht darum zu wissen, welche Größe die Wolfspopulation in unserem Land braucht, um etwa auch eine schwere Räude unbeschadet zu überstehen“, so Lies.

Die Kosten für die Studie belaufen sich auf rund 90.000 Euro. Mit den Ergebnissen ist im Winter 2021 zu rechnen.


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