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Zu viel Steinwild

Auf der Hohen Wand: eine Steingeiß zusammen mit einer Gams. Foto: Robin Sandfort © Robin Sandfort

In der niederösterreichischen "Hohen Wand" gibt es zu viel Steinwild. Damit die Wildschäden nicht noch größer werden, sollen 30 Tiere erlegt werden. Ein neues Gutachten hatte ergeben, dass das Steinwild auf dem Karstplateau massive ökologische Schäden (Verbiss und Bodenerosion) verursacht. Zuständige Wildökologen des seit 2008 laufenden Steinwild-Monitorings rieten, den Bestand drastisch zu reduzieren. Die Bezirkshauptmannschaften Wiener Neustadt und Neunkirchen nahmen die Warnung ernst und bewilligten per Bescheid jetzt den Abschuss.
Zusätzlich wird derzeit noch die Möglichkeit eines Lebendfangs diskutiert. Die Gesamtpopulation wird von heimischen Jägern auf über 100 Stück geschätzt, wie der österreichische "Kurier" berichtet. Offiziell wurden Ende 2012 rund 70 Tiere genannt. Daraus ergibt sich (zusammen mit etwa 50 Gämsen) eine durchschnittliche Bestandesdichte von zirka 80 Tieren auf 100 Hektar. Laut Experten sollten es nicht mehr als 20 sein.
BS