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Zu viel Rehwild bei Drückjagd erlegt: Jäger zeigt sich selbst an

Eva Grun mit Drahthaar. © Laura Grun
Eva Grun
am
Sonntag, 29.11.2020 - 16:20
Rehgeiss-verhoffend © Erich Marek
Das Rehwildvorkommen sei während der Jagd sehr hoch gewesen.

Mitte November hatte am Holzhäuser Berg im Waldgebiet zwischen Twiste, Ober-Waroldern und Berndorf (Landkreis Frankenberg-Waldeck, Hessen) eine Drückjagd stattgefunden. Wie die „Waldeckische Landeszeitung“ (wlz) berichtete, nahmen 34 Schützen an der Jagd teil. Am Tag danach erstattete der Jagdleiter Hendrik Block, stellvertretender Direktor der Waldeckischen Domanialverwaltung, dann Selbstanzeige bei der Unteren Jagdbehörde. Der Grund: Die Jagdgesellschaft erlegte 42 Stück Rehwild.

Gejagt wurde auf einer Fläche von rund 200 Hektar, erklärt der Pressesprecher des Landkreises, Dr. Hartmut Wecker, gegenüber der Redaktion. Aufgrund der Strecke des letzten Jahres habe man mit rund acht Rehen gerechnet. Wie es zu dieser enormen Abweichung kommen konnte, begründet der Pressesprecher mit einem unerwartet hohem Rehwildbestand und optimalen Jagdbedinungen. Der Jagdleiter äußert gegenüber der „wlz“, dass das so nicht geplant gewesen wäre und es eine Ordnungswidrigkeit darstelle. Er stehe zu dem Vorfall und werde ein Bußgeld akzeptieren.

Abschussplan schreibt 24 Stück Rehwild vor

Der vorgeschriebene Abschussplan für das Revier beinhaltet 24 Stück Rehwild, so Pressesprecher Dr. Wecker. Mit der örtlichen Jägerschaft soll es in Kürze ein gemeinsames Gespräch zu der durchgeführten Drückjagd geben. Im Frühjahr wolle man außerdem die Verbisssituation aufnehmen und bewerten, sodass „mit der Unteren Jagdbehörde eine entsprechende Regelung für den Abschlussplan“ getroffen werden kann, so Dr. Wecker abschließend.


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