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Viel Pflanze - wenig Wild

Das Auditorium der Veranstaltung, die in diesem Jahr auch "Forsttag" hätte heißen können. Foto: MW © MW

Unter demLeitsatz „Monitoring im Wald - Grundlage für Waldbau, Jagd und Naturschutz“ wurde über die Möglichkeiten zur Erfassung von Schalenwildeinflüssen sowie deren Auswirkungen auf die Waldvegetation referiert.
Nach Grußworten- unter anderem vom neu gewählten Präsidenten des LJV Nordrhein-Westfalen Ralph Müller-Schallenberg („Wald vor Wild kann nicht die Parole sein, wenn wir Vielfalt erhalten wollen“) - konzentrierten sich zu Beginn Dr. Peter Meyer von der Nordwestdeutschen Versuchsanstalt und Margit Lödige (Georg-August-Universität Göttingen) auf die Grundlagen des Wildeinfluss-Monitorings. Die Hauptproblematik in der Anwendung von Verbissgutachten an Naturverjüngungen griff Dr. Rudi Suchant von der „forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Würtemberg“ auf.
Dass Weisergatter ein gutes Mittel darstellen können, Wildeinfluss deutlich zu machen, legten Klaus Striepen, Dr. Andreas Neitzke und Frank Rainer anhand von Projekten in Waldbeständen in denen die Ökonomie keine Rolle spielt, dar.
Es bleibt festzuhalten, dass der Fokus des 35. Bonner Jägertages vor allem darauf lag, ob Jungbäume vorhanden sind oder vorhanden sein müssten und damit sehr forst- und weniger jagdwissenschaftlich daher kam. Auf Methodik und Möglichkeiten des Schalenwildmonitorings im Wald wurde wenig bis gar kein Augenmerk gelegt. Dies erscheint vor allem aus dem Grund verwunderlich, da das Wissen über Wildverteilung, - dichte und -bewegung im Raum auch eine entscheidende Rolle darin spielen kann, wenn es darum geht, zu starken Wildeinfluss und dessen Hintergründe zu erfassen, zu beurteilen und abzuwehren.
Martin Weber